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Arta Präfektur und gleichnamige Hauptstadt in Epirus Griechenland
 

Landkarte Griechenland Arta Arta in Epirus Griechenland

Arta (griechisch Νομός Άρτας) ist eine griechische Präfektur in der Verwaltungsregion Epirus. Verwaltungssitz ist die gleichnamige Stadt Arta.

Die Präfektur liegt nordöstlich des Ambrakischen Golfs und ist im Nordosten von Bergen umgeben, durch die nur eine einzige Straßenverbindung über das Pinios-Tal in die Region Thessalien führt. Im Westen grenzt Arta an die Präfektur Preveza, im Norden an Ioannina, im Osten an Trikala und Karditsa und im Süden an Etoloakarnania. Die östliche Grenze bildet der Fluss Acheloos und die westliche Grenze der Fluss Louros.

Die höchste Erhebung der Präfektur ist der Athamanon (Tsoumerka) an der Nordostgrenze. Der Athamanon und das dazugehörende von Nord-Nordwest nach Süd-Südost verlaufende Bergmassiv gehören zum südlichen Pindos-Gebirge.


Wirtschaft

Durch die weiten Ebenen und die günstige Verkehrslage

Der Hauptverkehrsträger sowohl im öffentlichen wie auch im wirtschaftlichen und privaten Verkehr ist der Straßenverkehr. Die Präfektur hat ein Netz von gut ausgebauten Straßen vor allem im ebenen Teil um den ambrakischen Golf herum. Die Hauptrichtung der Verkehrsströme ist von Norden (Ioannina) nach Süden (Agrinio, Messolongi).

Die Nationalstraße 5 führt von Norden aus Ioannina kommend über Filipiada und Arta nach Amfilochia, Agrinio und Messolongi. Sie ist zugleich eine Europastraße und stellt die mit Abstand wichtigste Straßenverbindung der Präfektur dar. In den nächsten fünf bis zehn Jahren wird voraussichtlich die Nationalstraße durch die Autobahn Ionia Odos ersetzt: diese wird im wesentlichen auf gleicher Strecke verlaufen. Durch die Geologischen Gegebenheiten ist damit zu rechnen dass die Autobahn schneller und kostengünstiger als die Egnatia Autobahn von Igoumenitsa in Richtung Thessaloniki Alexandroupolis fertig gestellt werden kann. Die örtlichen Präfekturen Arta, Preveza, Ioannina und Thesprotia versprechen sich einen Aufschwung der Wirtschaft unter anderem auch was die zahl der Einheimischen urlauber der Regionen bis Athen angeht. Im Osten von Arta ist ein Teilstück als Autobahnumgehung der Stadt bereits fertig gestellt und entlastet damit die Stadt Arta von dem Durchgangsverkehr, welcher mit der Nationalstraße verbunden war. Alle Busse und Pkw aus Igoumenitsa, Ioannina und Preveza die in Richtung Athen unterwegs waren, fuhren vorher durch die Stadt.

Der nächste internationale Flughafen ist in Aktion bei Preveza/Lefkada.
Auch der Flughafen Ioannina bedient die Reisenden nach Arta, da fast stündliche Bussverbindungen die beiden griechischen Städte verbinden.

Die bekannte Uhr von Arta Stadt und die Burg Arta Die bekannte Uhr von Arta und dahinter die Stadtburg

Arta Stadt

Die Hauptstadt der Präfektur Arta liegt an den Ufern des Arachthos und zieht sich im Halbrund den Hang des Perantis hinauf, an derselben Stelle, wo die Korinther einst ihre Kolonie Amvrakia gegründet hatten. 295 v.Chr. machte König Pyrrhus Amvrakia zur Hauptstadt seines Reiches und gleichzeitig zum Stützpunkt seiner Armee im Krieg gegen die Römer. 1082 wird die Stadt zum erstenmal mit dem Namen Arta erwähnt. 1204, nach der Eroberung Konstantinopels durch die Kreuzfahrer, wird sie Hauptstadt des Despotats von Epirus, 1449 von den Türken erobert und 1881 endgültig befreit.

Arta wirkt heute auf seine Besucher besonders anziehend mit seinem typischen Lokalkolorit, seiner Burg aus dem 13.Jh.. die die Stadt überragt und den vielen byzantinischen Kirchen.

Agios Vassilios: Die kleine Kirche aus dem 13. Jh. ist von außen mit Fayencekacheln und versetzt angebrachten Ziegeln verziert. Wertvoll sind d le Wandmalereien im Inneren und die lkonen an der Chorwand.

Die Agios Vassilios Kirche in Arta Epirus Griechenland Die Agios Vassilios Kirche in Arta

Agia Theodora (Schutzheilige der Stadt, 13. Jh.): angelegt als Basilika mit drei Vorhallen und einem Vorhof. Die Kapitelle des Altarraums stammen aus einer frühchristlichen Kirche des 5. oder 6. Jh.s. Bedeutende Wandmalereien.

Panagia Parigoritissa (ehemals Kathedrale): 1295 von Anna Paleologina erbaut. Ins Auge fällt die kühne Stützpfeilerkonstruktion der Kuppel. Das Gewölbe der Kuppel ist mit Mosaiken verlegt, der Skulpturenschmuck in Venezianischem Stil gehalten. Wertvolle lkonen, an der Chorwand (13. bis 16. Jh.) und Wandmalereien in der Vorhalle.

Reste des antiken Amvrakia in der Stadt: vom Theater, erst kürzlich (1976) freigelegt, sind die kleine Orchestra und vier Sitzreihen erhalten, von einem dorischen Apollo-Tempel die Fundamente. Außerdem sind noch Teile der Stadt mauer und der Sockel eines Monuments aus dem 6. Jh. v. Chr. zu erkennen.

Ein Teil der archäologischen Funde aus dem Gebiet ist im Museum der Parigoritissa-Kirche untergebracht, der Rest im Museum von loannina.

Die Brücke von Arta: die sagenumwobene Steinbrücke von Arta über dem Arachthos liegt an der Strasse nach Preveza und loannina. Das tragische Schicksal ihres Baumeisters wird in vielen Volksliedern besungen und hat auch Kazantzakis zu seinem gleichnamigen Werk inspiriert. Die Fundamente der Brücke wurden in frühchristlicher Zeit gelegt und während des Despotats von Epirus ausgebaut. Die letzten Erweiterungen stammen aus der Zeit um 1612.
Anekdote:
Der Sage aus einem Volkslied nach waren anfangs "45 Meister und 60 Helfer" tagsüber am
Bau der Brücke zugange. "Den ganzen Tag bauten sie und nachts stürzte alles wieder ein"
Nach mehreren Tagen und Wochen kam schließlich ein Orakelspruch: Die Frau des Obermeisters muss mit eingemauert werden, als Opfergabe sozusagen, dann würde die Brücke halten. Schweren Herzens aber durch den Handwerker Stolz tat dies der Obermeister auch und siehe da, die Prophezeiung erfüllte sich und die Brücke steht bis heute mit der Meistersfrau in ihren Mauern..

Legendäre Brücke von Arta in Epirus Griechenland Legendäre Brücke von Arta

 

Byzantinische Kirchen

Die Präfektur Arta ist besonders reich an byzantinischen Kirchen. 
Besonders sehenswert sind folgende:

Agios Vassilios tis Gefiras : die kleine Kirche nordwestlich der Brücke von Arta war über Jahrhunderte halb im Boden versunken. 1972 wurden die Arbeiten zur Freilegung der Grundfesten abgeschlossen. Im Verhältnis zum Gesamtbau ungewöhnlich hoch ist die Kuppel der Kirche, die, wie Untersuchungen ergeben haben, aus dem 9. Jh. stammt.

Kloster Kato Panagia: (3 km von Arta; aus dem 12. Jh.):  im Inneren der Kirche sehenswerte Wandmalereien. Bei Kapitellen und Basen der Säulen zwischen den Kirchenschiffen wurden spätrömische Bauteile aus dem antiken Amvrakia verwendet.

Agios Dimitrios Katsouris: (beim Dorf Plissgi; aus dem 10. Jh.): eingeschriebene Kreuzkuppelkirche, die nach Osten in drei halbrunde Nischen ausläuft. Die jüngste Schicht der Wandmalereien stammt aus dem 17. und 18. Jh.

Tzoumerka

Ähnlich den Zagoria Dörfern in Ioannina erleben auch die Bergdörfer der Tzoumerka Berge einen touristischen Aufschwung, vor allem in den Wintermonaten.
Aus ganz Griechenland kommen Urlauber in die Bergdörfer um den Schnee und die gesunde Bergluft zu genießen.
Besonders die Dörfer um die Bergstadt Voulgareli (Βουλγαρέλι) sind das Ziel von Urlaubern.
In der Nähe ist auch ein Feriendorf aus Holzhäusern erbaut worden. Die Ferienhäuser sind für 2 bis 4 Personen und die größeren für 4 bis 6 Personen.
Eine Taverne und ein Mini-Markt mit vielen Naturkostprodukten aus der Region runden das Angebot auf.
Eine Sportschule bietet Skikurse im Winter und Raftingfahrten, Bogenschießen, Wanderungen, Bergsteigen und Reitkurse an

 

 

Dieser Artikel basiert u.a. auf dem Artikel Arta aus www.epirus.de und unterliegt dem Copyright von Thesmedia

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
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