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Konitsa bei Ioannina in Epirus Griechenland
Hauptstadt der griechischen Steinmaurer Gilden

Konitsa (griechisch Κόνιτσα) ist eine griechische Kleinstadt und Gemeinde (Dimos) im Norden der Präfektur Ioannina in der Verwaltungsregion Epirus. Sie befindet sich ca. 5 km südlich der albanischen Grenze am Austritt des Flusses Aoos aus seinem Tal zwischen dem Smolikas-Massiv im Norden und dem Tymfi-Massiv im Süden in mitten des nördlichen Pindos-Gebirges. Unmittelbar östlich der Stadt erhebt sich der über 2.000 m hohe Berg Trapesitza, welcher der westliche Ausläufer des Smolikas-Massivs ist. In die westlichen Ausläufer des Berges ist Konitsa wie eine Tribüne hineingebaut. Nach Osten eröffnet sich die Hochebene des Aoos bis zum ost-südöstlich gelegenen Zusammenfluss von Aoos und Vikos (Voidomatis) bei Mourgana. Sie wird landwirtschaftlich genutzt. Konitsa ist die nördlichste Ortschaft der Region Zagoria bzw. Zagorochoria.

Geschichte

Konitsa war im zweiten Weltkrieg nach dem italienischen Angriff auf Griechenland von italienischen besetzten Albanien aus erstes Angriffsziel der italienischen Truppen nach dem 28. Oktober 1940. Es wurde auch aufgrund seiner gegenüber Albanien leicht zugänglichen Lage durch das Tal des Aoos schnell erobert. Mit dem griechischen Gegenangriff ab November 1940 fiel es wieder unter griechische Kontrolle und blieb unter dieser bis zur deutschen Invasion Griechenlands ab dem 6. April 1941 (Unternehmen Marita). Nach der Kapitulation der griechischen Streitkräfte in Epirus und Albanien wurde die Stadt von italienischen Truppen besetzt. Nach dem Fall Mussolinis 1943 übernahmen die deutsche Wehrmacht die Besetzung Konitsas bis zu ihrem Rückzug aus Griechenland im Oktober 1944.

Im griechsichen Bürgerkrieg von 1946 bis 1949 war Konitsa wiederholt Schauplatz schwerer Kämpfe zwischen den linksgerichteten Aufständischen unter kommunistischer Führung und der regulären griechischen Armee unter der rechtsgerichteten Zentralregierung in Athen. Am 13. Juli 1947 wurde seitens der Aufständischen mit einer 1.000 Kämpfer starken Truppe versucht Konitsa zu erobern und zu einer vorläufigen Hauptstadt zu erklären.[2][3] Dieser Angriff schlug nach 24 Stunden fehl; Truppen der griechischen Armee drängten die Angreifer in Richtung albanische Grenze ab.[4] Ein weiterer Angriff auf Konitsa erfolge am 26. Dezember 1947.[5] An dem Angriff sollen 2.000 Aufständische beteiligt gewesen sein.[6] Bei den nachfolgenden Kämpfen entlang der Straße nach Konitsa zwischen Aufständischen und der Armee Arseien nach Angaben der griechischen Armee bzw. Regierung mehr als 44.000 Flüchtlinge in das von der Armee kontrollierte Gebiet gelangt; ob ihre Flucht dorthin selbst motiviert oder unmittelbar durch Androhung von Gewalt erzwungen wurde, ist nicht sicher bekannt.[7] Erst nach der Verlegung weiterer Truppen der griechischen Armee nach Konitsa gewinnt die griechische Armee ab dem 28. Dezember 1947 kurzfristig die Oberhand.[8] 24 Stunden später schließen die Aufständischen den Belagerungsring um Konitsa wieder.[9] Weitere 24 Stunden später gelingt der griechischen Armee die Eroberung der Höhenzüge um die Borozani-Brücke ca. 15 km westlich von Konitsa; damit sind die Nachschubwege nach Konitsa wieder offen.[10] Die griechische Armee kann Konitsa entsetzen und den Angriff der Aufständischen zurückdrängen.[11][12] Am 2. Januar 1948 erfolgt ein nochmaliger Angriff der Aufständischen, welcher von der unterdessen erheblich verstärkten Garnison der Armee in Konitsa zurückgeschlagen wird.[13] Eine Woche nach Ende der Kämpfe besucht ein UN-Beobachterteam Konitsa, um sich ein Bild von der Lage zu machen.[14] Weitere zwei Wochen später, am 25. Januar 1948, greifen Aufständische erneut Konitsa an. Ein frühzeitiger Angriff der griechischen Armee bei der westlich von Konitsa gelegenen Borozani-Brücke scheitert.[15] Eine Einnahme oder Belagerung der Kleinstadt gelingt aber nicht. Drei Monate später wird Konitsa von aufständischer Artillerie beschossen; eine Belagerung erfolgt erneut nicht.[16] Ende April 1948 ist die Straßenverbindung zwischen Konitsa und Ioannina über Kalpaki wieder kurzzeitig unter Kontrolle der Aufständischen.[17]

Am 21. Juni 1948 beginnt die griechische Armee ihre erste große Offensive gegen die Hochburg der Aufständischen, das Grammos-Massiv. Dabei marschiert die neunte griechische Division von Konitsa aus gegen die Südflanke des Grammos-Massivs.[18] Bereits 24. Juni 1948 gelingt die Einnahme eines wichtigen Höhenzuges, der Angriff verlangsamt sich anschließend weiter und bleibt am Ende hinsichtlich des Ziels der Eroberung des Grammos erfolglos.[19] Ein Gegenangriff der Aufständischen in Richtung Konitsa wird am 26. Juni 1946 zurückgeschlagen.[20] Am 11. Juli 1948 wird die Ortschaft Monastiri der heutigen Gemeinde Konitsa von der griechischen Armee erobert.[21] Bis zum Ende des griechischen Bürgerkriegs Anfang September 1949 steht die Stadt Konitsa nicht mehr im Mittelpunkt; die nördlichen Teile der heutigen Gemeinde Konitsa an der Südflanke des Grammos blieben bis zur endgültigen Niederlage der Aufständischen immer wieder umkämpftes Gebiet, vor allem bei der den Krieg zeitlich abschließenden „Operation Fackel“ der griechischen Armee im Sommer 1949 gegen die Hochburg der Aufständischen, dem Grammos-Massiv. Die Angriffe der griechischen Armee insbesondere bei der Phase I und III der „Operation Fackel“ starteten auch von Konitsa aus.

 

 

Dieser Artikel basiert u.a. auf dem Artikel Konitsa aus www.epirus.de und unterliegt dem Copyright von Thesmedia
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
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