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Ferienort Perdika in Epirus gegenüber der Inseln Paxoi und Antipaxoi

Perdika ist eine Gemeinde in Thesprotia, 30 km südlich von Igoumenitsa gelegen. Es leben über 2500 Einwohner ständig im Dorf, davon auch viele Deutschsprachige Familien die hier ihr neues Zuhause gefunden haben.
 

Der Ortskern von Perdika selbst liegt ca. 2 km vom Meer auf einem riesigen Hügel.

Sehenswürdigkeiten sind die Kapelle des heiligen Athanasios
(siehe weiter unten),
der seit wenigen Jahren errichtete Tier- und Naturpark und die schönen Buchten, u.a. Karavostassi und Arilla.

Es gibt Bildungseinrichtungen (Kindergarten, Grundschule, Gymnasium) sowie Polizei, ärztliche Versorgung, eine Postagentur und verschiedene Gewerbebetriebe.
Einige große Hotels haben sich die letzten Jahre angesiedelt. Es gibt aber auch viele private Unterkünfte, gepflegt und preiswert.

Wenn Sie in Epirus sind, ist ein Besuch auf jeden Fall empfehlenswert.
Nach Perdika kommen Sie von Igoumenitsa aus, wenn Sie über Plataria, nach Sivota und dann weiter die Küstenstrasse nach Perdika fahren.

Von Parga aus kommen Sie über die Strasse nach Agia anschließend nach Perdika.
 

Agios Athanasios Perdika

Die Kirche und ehem. Kloster Agios Athanasios befindet sich ca. 3 Km außerhalb von Perdika.

Anfangs gab es eine kleine Kirche auf dem Hügel, nahe der jetzigen Position der Kirche. Der Volksmund sagt das die Ikone des Heiligen Athanasios jeden Morgen auf unerklärliche Weise von der Kirche aus im Baumstumpf eines Olivenbaumes an einer Stelle weiter unten aufgefunden wurde.

Man hatte sich auch auf die Hut gelegt um raus zu finden ob vielleicht ein Einheimischer die Ikone heimlich zum Olivenbaum brachte, aber nichts konnte eine Erklärung geben. So wurde neben dem Olivenbaum ein Kloster mit Kirche errichtet, wo Nonnen lebten und sich mit Landwirtschaft und Viehzucht befassten.

Viele Pilger kamen die ganzen Jahrhunderte um zu beten und den Heiligen um etwas zu bitten. Durch so genannte "Tamata", also Sachversprechungen bekam das Kloster viel Land und Gold, das während der Nazizeit geplündert wurde.
Während der Osmanischen Besetzung, hatten die Türken Respekt vor der Kirche und der heiligen Ikone des Agios (Heiliger) Athanasios.

 Sehr viele Gläubige beten auch heute an diesem Olivenbaum und kriechen dreimal hindurch. Es werden auch kleine Opfergaben hinterlassen und etwas Erde mitgenommen als Talisman. Es wird von vielen Wundern berichtet, wo viele Kranke und Behinderte geheilt wurden.

Jedes Jahr am 2 Mai gibt es ein großes Volksfest wo viele Gläubige aus Thesprotia und Preveza kommen um zu beten und zu feiern.

Wenn Sie in dem Zeitraum in der Gegend sind ist ein Besuch auf jeden Fall wert, es wird gegrillt und getanzt bis zum Abend.

Das Gelände um Agios Athanasios ist voller schattenspendende Olivenbäume, wo man parken bzw. mit einer Decke ein Picknick veranstalten kann.

 

Interessante Tradition in Perdika zum Nationalfeiertag am 28 Oktober


Am 28 Oktober findet der zweite große Nationalfeiertag statt. An diesem Tag im Jahre 1940 hat das damalige Regierungsoberhaupt Ioannis Metaxas, in Einverständnis aller Oppositionen und der Kirche, den freien Einmarsch der Italiener (Verbündete der Nazis) widersprochen und verboten. Der Tag wird auch "Tag des OXI (ochi = NEIN) gennant.


Die Feierlichkeiten beginnen in Perdika aber schon am 26 Oktober durch das Schmücken des ganzen Dorfes und aller Häuser mit unzähligen griechischen Fahnen.
Am 27 versammeln sich alle Jungen Leute Mittags am Dorfplatz. Jeder bringt Stoffreste, Asche und sonstige brennbare Materialien mit.
Die Gemeinde Perdika versorgt sie dort mit etlichen Kanistern Heizöl.
Mit den Materialien und Hölzern werden zuerst mal mehrere Fackeln für alle Teilnehmer gebastelt. Diese sollen für den Rückweg dienen.

Danach marschieren die jungen Leute mit den Fackeln und dem restlichen Brandmaterial bewaffnet auf den gegenüberliegenden Berg Granítsa.
Der Marsch dauert ca. 1,5 Stunden auf steilen Pfaden durch schwer begehbares Gestrüpp.
Weiter oben besteht die ganze Seite des Berges aus riesigen Felsplatten ohne Vegetation.

Dort werden mit den in Heizöl getränkten Materialien mehrere große "Bälle" geformt und ein riesiges OXI (Nein) geformt.
Ist dieses vollbracht, warten alle auf ein Zeichen aus dem Dorf.
Wenn es dunkel genug ist, läuten die Kirchenglocken Sturm was den Leuten auf dem Berg signalisiert das geformte Wort anzuzünden.

Sofort zündet jeder auch eine seiner Fackeln an und der schnelle Rückweg ins Dorf beginnt, denn keiner will den Anblick verpassen.
Dieses riesige brennende NEIN, das Griechenland 1940 den Italienern als Antwort nannte, ist bis zu den Inseln Paxoi und Süd Korfu zu sehen.

Wenn alle Kinder und Jugendliche vom Berg zurück sind, sammeln sich alle und singen mit den anderen Dorfbewohnern die griechische Nationalhymne. Danach bekommen alle Bergstürmer Kuchen und Erfrischungsgetränke spendiert.

Diese Tradition besteht seit 1964, als der damalige Dorflehrer Achilleas Noútsos mit den Schülern sie begann.
Die Gemeinde Perdika führt diese seitdem jedes Jahr weiter, um die heroischen Kämpfer und die unzähligen gefallenen auf den Bergen des Pindos zu Ehren, der Jugend die geschichtliche Bedeutung in Erinnerung zu bringen und die damaligen und vielleicht zukünftigen Angreifer zu warnen das die Griechen allseits bereit sind.

Schnell hatte sich dieses feierliche und einzigartige Ereignis rum gesprochen, so das seit Jahren auch sehr viele Leute aus der weiten Umgebung nach Perdika kommt um teilzunehmen. 


Anreise nach Perdika


Sie können mit dem Flugzeug nach Preveza - Levkas oder Korfu fliegen.
Preveza ist 60 Km entfernt, von dort aus kommen Sie am schnellsten mit einem Taxi oder Mietwagen nach Perdika.

Mit einem Fahrzeug über Italien nach Igoumenitsa und von dort aus sind es 24 Km wunderschöne Küstenstrassen über Plataria und Sivota.

 

Dieser Artikel basiert u.a. auf dem Artikel Perdika aus www.epirus.de und www.perdika.de  und unterliegt dem Copyright von Thesmedia

 

 

 

 

 
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