Antikes Sparta in Peloponnes Griechenland
Eine kleine Weltmacht die die Geschichte
Griechenlands beeinflusste
Denkmal König Leonidas in Sparta
Sparta befindet sich auf der griechischen
Halbinsel Peloponnes. Die Stadt am Ufer des Eurotas gilt als
Hauptort Lakoniens und ist Ausgangspunkt für eine der
faszinierendsten Entdeckungsreisen in die Geschichte Griechenlands.
Das Antike Sparta entstand um 900 v.Chr., als dorische Eroberer die
Dörfer Pitane, Mesoa, Kynosura und Limnai vereinigten und den
Stadtstaat Lakedaimon gründeten.
Ursprünglich bestand Sparta aus weit auseinander liegenden
Tempelanlagen. Auf Grund seiner geschützten Lage, zwischen
Parnonmassiv und Taygetosgebirge, besaß der Ort lange keinerlei
Befestigungsanlagen.
Die Anfänge des Antiken Sparta waren geprägt von
reger Handelstätigkeit und dem Aufblühen der Künste. Im 6.
Jahrhundert v.Chr. jedoch begann sich Sparta zur Militärmacht zu
wandeln. Ein in der Geschichte einzigartiger Staatsaufbau prägte
Spartas Aufstieg und einmalige historische Stellung. Die erste
Militärordnung der Geschichte trat in Kraft.
Die Stadt auf dem Peloponnes begann früh mit der militärischen
Erziehung seiner Bürger. Jungen im Alter von 7 bis 22 Jahren
durchliefen einen entbehrungsreichen Drill auf dem Weg zum perfekten
Krieger. Neugeborene und Kleinkinder die irgendwelche körperliche
oder geistige Behinderungen hatten, wurden gnadenlos als untauglich
in den Fluss Eurotas geworfen.
Spartanischer Hoplit
Es herrschten scharfe Gesetze die jede Straftat
unbarmherzig bestraften. So gibt es eine Legende die harte Gesetze
und dem harten Drill beschreibt. Sie handelt von einem Jungen,
der vor lauter Hunger während einer Belagerung Spartas, einen Fuchs
fing um ihn heimlich mit seinen Freunden zu verspeisen.
Als Soldaten in seine Nähe kamen, steckte der Junge den Fuchs unter
sein Gewand um nicht bestraft zu werden. Schließlich fiel der Junge
tot um, ohne einen Laut von sich gegeben zu haben, weil der Fuchs
ihm seinen Bauch zerfleischte.
Die herrschende Schicht bestand aus Vollbürgern,
so genannten Spartiaten.
Die Heloten, die arbeitende Schicht waren rechtlosen Sklaven
gleichgestellt. Eine Sonderstellung in der Griechischen Geschichte
genoss dagegen die weibliche Bevölkerung Spartas. Ihnen wurde eine
Ausbildung in sportlichen Wettkampftechniken und Haushaltführung
zuteil.
Die Sklaven Spartas waren deutlich in der Überzahl und äußerten
ihren Unmut in erbitterten Aufständen.
Besonders blutig verliefen die 2. Messenischen Kriege, welche 3
Jahrzehnte wüteten.
An der Spitze des Antiken Sparta standen zwei
Könige. König Leonidas prägte die griechische Geschichte durch die
Schlacht der 300, um 480 v.Chr.
Schauplatz waren die Thermopylen, ein enger Pass zwischen dem Meer
und dem Kallidromos-Gebirge. Hier verteidigte König Leonidas,
zusammen mit 300 Gefolgsleuten, die Passstraße aussichtslos gegen
ein zahlenmäßig überlegenes persisches Heer.
Sie konnten aber den restlichen Griechen die benötigte Zeit geben um
sich zu formatieren und schließlich König Xerxes in der darauf
folgenden Schlacht zu besiegen.
Efialtes (griech. Efiáltis), ein verstoßener als ungeeignet
eingestufter Spartiat der dem Tod im Fluss Eurotas als Kind entkam,
verriet den Persern einen Schleichweg zur Rückseite der 300 von
König Leonidas, die jetzt eingekreist keine Chance mehr hatten,
etwas weiter durch zu halten. Efialtis ist seit dem der griechische
Begriff für Alptraum.
Spartanischer Hoplit
Sparta bildete eine in sich geschlossene Ordnung. Neuerungen wurden
abgelehnt, Fremde nicht geduldet. So wurden die Spartaner zu Sklaven
ihres eigenen Systems, welches letztlich 371 v.Chr. an sich selbst
zerbrach.
Touristen finden an diesem großen Ort Griechischer Geschichte leider
nur wenige steinerne Zeugen der Vergangenheit.
Teilweise erhalten sind das Theater, Reste der Stadtmauer oder die
Stoa, ein Lehrgebäude für Philosophie.
Am Ufer des Eurotas finden sich Relikte des Artemistempels, eine der
größten Sehenswürdigkeiten des Antiken Sparta.
Hier fand der legendäre Orthia Kult, die Auspeitschung der Epheben (Jugentlichen)
statt, eines der harten Rituale um als Krieger anerkannt und
angenommen zu werden.
Etwas außerhalb der Stadt befinden sich die
Überreste des Heiligtums des spartanischen Königs Menelaos.
Reisen nach Sparta heißt, einem der letzten lebendigen Mythen der
Menschheit zu begegnen.
Das archäologische Museum in Sparta zeigt historische Fundstücke und
begleitet Sie auf Spurensuche an einem der interessantesten Orte der
Geschichte Griechenlands.
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