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Tintenfischjagt in Griechenland
mit dem "Poseidon Dreizack"


Was ich selbst früher oft machte war, bewaffnet mit einer Harpune (einem Dreizack an einem langen Stiel) und einer Flasche mit etwas unbrauchbarem Olivenöl in der ein kleiner Stock steckte, auf Tintenfischjagt zu gehen.

Man musste früh aufstehen und im Morgengrauen knietief durch das Meer waten. Da die Tintenfische (Oktopus) als Chamäleons des Meeres gelten, lernte man die Kunst sie zu entdecken meist in dem man mit älteren mitging und aus Erfahrung.
Mit der Zeit etwickelte man ein geübtes Auge.

Sobald ein Tintenfisch entdeckt wurde musste man vorsichtig und genau zielen, denn man hatte nur einen Stoß. Gelang dieser nicht war der Fisch hinter einer Tintenwolke verschwunden.
Dabei musste man sich auch an den optischen Knick im Stiel gewöhnen, den das Wasser und das Licht verursachten.
 
Sie fragen sich sicher warum das Öl?
Sobald es anfing etwas zu wehen, verteilte man mit dem Stöckchen Öl auf dem Wasser vor sich, so das es wieder gut durchschaubar war.
In einem Fernsehbericht sah ich das Leute in der Südsee eine Glasscheibe mit Styropor rund rum als Schwimmer benutzten.

Wenn es Sommer war sind wir auch oft alleine oder mit ein zwei Freunden mit Taucherbrille und Schnorchel los geschwommen und mit der Harpune und einer Flasche Zitronensaft auf Unterwasserjagd gegangen. Da die Tintenfische sich tagsüber in Löchern und kleinen Unterwasserhöhlen verkrochen, musste man sie zuerst raus treiben. Denn auch wenn so ein Fisch in seinem Loch harpuniert wurde, stemmte er sich mit seinen Tentakeln kräftig in seinem Loch fest. Je nach Tiefe konnte man gar nicht so lange die Luft anhalten um mit dem Tier zu kämpfen. Und darauf warten das der Fisch stirbt bis man seine Harpune wieder bekommt war auch keine Lösung. Also tauchte man runter, spritzte etwas Zitronensaft in das Loch. Den kann der Tintenfisch gar nicht leiden, also verließ er sein Nest. Hier war auch wieder Ausdauer unter Wasser und nur ein Stoß möglich, sonst war das intelligente Tier verschwunden. Wenn die Fische die Tinte abstoßen, teilweise in zwei drei Schwallen, schwimmen sie im Zickzack weg so das man kaum eine Chance hat mit einem Glücksstoß doch noch erfolgreich zu sein.

Einige unsensible lösten in einer Sprühflasche eine Art Blausteine auf, die zum spritzen der Tomatenpflanzen benutzt wurde gegen Schädlinge. Wo aber so eine Flüssigkeit eingesetzt wurde, dauerte es mindestens ein Jahr bis sie vom Meer weggespült war und sich wieder ein Tintefisch dort niederließ.
Diese Methode war durch einen ungeschriebenen "Ehrenkodex" verpönt, genau wie das Fischen mit Dynamitstangen. Wo Dynamit im Meer gesprengt wurde um eine Herde Fische zu töten, wurde gleich alles Leben im Wirkungskreis mitgetötet.
Gegen Dynamitfischen gab und gibt es drakonische Strafen...

Die Harpunen zum Abschießen sind eher für Tintenfische ungeeignet. Diese benutzt man um mittelgroße und große Fische zu schießen. In den meisten fischarmen Gewässern Griechenlands lohnt es sich aber nicht mehr mit Schießharpune zu jagen, da die Ausbeute gering ausfällt, wenn man Glück hat...

Übrigens sind mir nie größere Kraken als 2 bis maximal 5 Kg begegnet. Man braucht auch keine Angst zu haben das man irgendwie von diesen angegriffen wird, sie haben viel mehr Angst vor uns als wir vor ihnen und sie machen auch nur Jagd auf kleinere Fische, Krebse und andere Schalentiere.
Auch wenn man einen Fisch harpuniert hat und er sich versehentlich an unseren Arm saugt, tut es nicht weh.
Ihre einzige Waffe ist ein kleiner Schnabelartiger Mund, mit dem sie die Schalen ihrer Beute knacken. Bei hunderten gefangenen Tintenfischen bin ich auch noch nie dadurch gebissen worden, obwohl ich auch schon versucht habe es zu provozieren. Das einzige was der Fisch macht ist sich mit seinen Tentakeln in Richtung Wasser zu ziehen.

 

 

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