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Nationalfeiertage  Griechenland
 
Die griechischen Nationalfeiertage werden an folgenden Tagen gefeiert:

25 März

28 Oktober

17 November

 

 

 

25 März 1821

1821 griechischer freiheitskämpfer, markos botsaris, georgios karaiskakis, theodoros kolokotronis Griechischer Freiheitskämpfer 1821

Vorgeschichte
Nach der Trennung des Römischen Reichs wurde das so genannte Oströmische Reich gegründet bekannter unter dem Namen Byzanz. Amtssprache war altgriechisch.
Über die Jahre wurde Byzanz zu einem "Vorzeigereich" das durch den Sitz seiner Hauptstadt Konstantinopel (das heutige Istanbul), den Handel im östlichen Mittelmeer kontrollierte und dadurch immer mehr an Reichtum gewann. Ebenfalls wurden die Künste, Kultur und die Religion sehr gefördert.
Natürlich wurde Byzanz den asiatischen Völkern ein Dorn im Auge, schon immer wollten verschiedene Völker Griechenland und später Byzanz beherrschen. Konstantinopel konnte erfolgreich mehrmals Eroberungsversuche durch die "Barbaren", wie die Griechen alle ungebildeten und nicht christlichen Völker nannten, abwehren.
Nach der Abspaltung der westlichen Kirche als Katholische von der Orthodoxen Kirche in Konstantinopel, wurde dem Reich durch den Einfluss der Päpste, auch nicht mehr Militärisch geholfen.
So kam es wie es kommen musste, 1453, nach dem man sich mehr der Kultur statt der Militärmacht gewidmet hatte, ist Konstantinopel durch den Angriff der Türken und Ihrer neuen Wunderwaffen, den Kanonen, gefallen. (Später wurden sie auf ihrem Durchmarsch nach Europa vor den Toren Wiens mit Hilfe der Polen und reichlich Glück aufgehalten)

400 Jahre Sklaverei
Nach ca. 400 Jahren und einigen misslungenen Revolten, wurde der Freiheitskampf im In- und Ausland so gut es ging vorbereitet und begann offiziell am 25 März 1821.
Bis ganz Griechenland befreit wurde und etwa die heutigen Grenzen hatte, dauerte es noch ein gutes Jahrhundert.    

25 märz griechenland nationalfeiertag griechische Parade am 25 März in den USA

Evangelismos
Am selben Tag, den 25 März wird auch der "Evangelismos" gefeiert, der Tag an dem Erzengel Gabriel der Mutter Gottes die frohe Botschaft überreichte. An diesem Tag haben alle Evangelos und Evangelia Namenstag.

 

 

 

28 Oktober 1940 Tag des "OXI"

Im Jahre 1940, während der zweite Weltkrieg auf seinem Höhepunkt war, erhielten die verbündeten der Deutschen, die Italiener, den Befehl in Griechenland einzumarschieren.
Da sie von den Albanern freien Durchlass erhielten stellten sie ihre Truppen dort auf und setzten der damaligen griechischen Diktatur unter Ioannis Metaxas ein Ultimatum, ihnen die kampflose Übergabe Griechenlands zu gewähren.
Trotz das Metaxas ein Diktator war, erkannte er den Ernst der Lage und versammelte Oppositionelle und Kirchliche Vertreter um darüber zu beraten. Einstimmig wurde der Entschluss gefasst und den Italienern am 28 Oktober 1940 das "OCHI" (griech. Oxi = nein) gesagt.
Es folgte ein monatelanger harter Kampf in den verschneiten Bergen des Pindos Gebirges in der Region Epirus. Schließlich siegten die Griechen durch selbstlosen Einsatz des ganzen Volkes und trieben die Italiener wortwörtlich ins Meer.

Natürlich waren die Deutschen unter Hitler gar nicht froh darüber und griffen später selber an. Auch hier konnten die geschwächten Griechen 2 Monate Widerstand leisten, mussten sich aber der modern ausgerüsteten Übermacht der Nazis dann doch geschlagen geben.
Die Härte des Kampfes gegen die Nazis war in Kreta gut zu erkennen, wo das Volk erfolgreich mehrere Angriffe abwehrte und dann tausende deutscher Fallschirmspringer eingesetzt wurden (u.a. Max Schmeling). Mit allen verfügbaren Mitteln, wie Harken, Schaufeln und Mistgabeln werten sich Männer, Frauen und Kinder gegen die vom Himmel fallenden Soldaten, mit erheblichen Verlusten auf beiden Seiten.

Von einigen wird behauptet, dass der griechische Widerstand die Nazis um Kostbare Zeit brachten, so dass die Alliierten in Afrika genug Zeit gewannen um sich für den Krieg dort vor zu bereiten.

 

 

 

17 November 1973

Seit April 1967 herrschte in Griechenland eine Militärdiktatur mit Unterstützung der USA unter der Führung von Georgios Papadopoulos.
Diese Diktatur verhaftete alle politischen Gegner. Die Demokraten darunter auch der spätere Ministerpräsident Konstantin Karamanlis (Onkel des heutigen gleichnamigen Ministerpräsidenten) wurden ins Exil geschickt. Anhänger der linken Parteien die ja der eigentliche Grund der Diktatur/Hunta waren, da diese Parteien an Macht und Einfluss gewannen, wurden gefoltert, getötet oder auf abgelegenen Inseln inhaftiert oder, wie Mikis Theodorakis, unter Hausarrest gestellt.

Ab 1970 fing die griechische Hunta sich auch in interne Strukturen der griechischen Studenten in ganz Griechenland, aber hauptsächlich in Athen einzumischen. So wurden die Studentenwahlen abgeschafft und statt dessen Hunta Anhänger als Vorsitzende der Studentenvereinigungen eingesetzt.
Das erste Zeichen des Widerstandes der griechischen Studenten gegen die Hunta, setzte ein Geologiestudent, der sich im italienischen Genua selbst anzündete, um zu protestieren und auf das griechische Militärregime aufmerksam zu machen.

Am 5 Februar 1973 beschlossen die Studenten der Technischen Universität in Athen dem Unterricht fern zu bleiben. Am 13 Februar demonstrierten hunderte Studenten auf dem Campus der Technischen Universität. Die Hunta gab den Befehl dass Polizei und Militär das Gelände stürmten. Es wurden mehrere Studenten verhaftet und zwangseingezogen zum Militärdienst, damit das Regime sie im Auge haben konnte. Am 21 Februar 1973 besetzten mehrere Hundert Studenten der Athener juristischen Fakultät ihre Universität und verbarrikadierten sich im Gebäude, um gegen wiederholte Verhaftungen und den Einzug zum Militärdienst ihrer Kollegen zu protestieren. Sie schworen auf dem Dach des Gebäudes den Kampf gegen die Hunta und ihre ungerechten Gesetze nicht aufzugeben. Diesmal verletzte die Polizei nicht das griechische Universitätsasyl, verprügelte und verhaftete aber mehrere Studenten die außerhalb des Gebäudes demonstrierten.

Am 14 November 1973 beschlossen die Studenten der Technischen Universität Athen
(griech. Πολυτεχνείο) vom Unterricht fern zu bleiben und verbarrikadierten sich auf dem Universitätsgelände.
Durch den Befehl der griechischen Hunta wurde das Gelände der Athener Universität durch Panzer, Polizei und Militär umstellt, es wurde aber nicht eingegriffen.
Ein Elektromechanik Student bastelte in wenigen Stunden einen Radiosender zusammen. Ab sofort wurde immer wieder gesendet, dass das Volk und die Studenten einen gemeinsamen Kampf gegen das Regime führen sollten. Mehrere Studenten sendeten rund um die Uhr die Parolen gegen das Regime.
Am 17 November um 3 Uhr Nachts gab die Hunta schließlich den Befehl das Universitätsgelände zu stürmen. Einer der Panzer fuhr schließlich gegen das massive Gittertor obwohl sich auf ihm mehrere Studenten befanden, und überrollte einige davon.
Der Student am Radiosender flehte die Soldaten an sie sollen die Befehle nicht gehorchen und sang schließlich die griechische Nationalhymne.

Es half aber alles nichts. Polizei und Militär eröffneten das Feuer gegen die Studenten. Auch Scharfschützen auf umliegenden Gebäuden schossen gegen die flüchtenden Studenten. In ganz Athen kam es zu Ausschreitungen die mehrere Tote forderten. Noch heute ist nicht klar wie viele Leute ums Leben kamen und wie viele verletzt wurden.
Die Militärdiktatur sprach von identifizierten 23 Toten und 16 unbekannten. Reporter gingen von fast Hundert Toten und mehreren Hundert Verletzten aus.

Seit dem Fall des Militärregimes ein wenig später, ausgelöst durch diese Nacht am 17 November in Athen, wird jedes Jahr den Opfern gedacht. In Schulen und Universitäten werden Veranstaltungen abgehalten, Kränze niedergelegt und Parolenlieder der Zeit damals gespielt und gesungen. Diesen Feiertag sind aber Geschäfte und Behörden offen.

 

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