Nationalfeiertage Griechenland
Die griechischen Nationalfeiertage werden an folgenden Tagen
gefeiert:
Griechischer Freiheitskämpfer 1821
Vorgeschichte
Nach der Trennung des Römischen Reichs wurde das so genannte
Oströmische Reich gegründet bekannter unter dem Namen Byzanz.
Amtssprache war altgriechisch.
Über die Jahre wurde Byzanz zu einem "Vorzeigereich" das
durch den Sitz seiner Hauptstadt Konstantinopel (das heutige
Istanbul), den Handel im östlichen Mittelmeer kontrollierte und
dadurch immer mehr an Reichtum gewann. Ebenfalls wurden die Künste,
Kultur und die Religion sehr gefördert.
Natürlich wurde Byzanz den asiatischen Völkern ein Dorn im Auge,
schon immer wollten verschiedene Völker Griechenland und später
Byzanz beherrschen. Konstantinopel konnte erfolgreich mehrmals
Eroberungsversuche durch die "Barbaren", wie die Griechen alle
ungebildeten und nicht christlichen Völker nannten, abwehren.
Nach der Abspaltung der westlichen Kirche als Katholische von der
Orthodoxen Kirche in Konstantinopel, wurde dem Reich durch den
Einfluss der Päpste, auch nicht mehr Militärisch geholfen.
So kam es wie es kommen musste, 1453, nach dem man sich mehr der
Kultur statt der Militärmacht gewidmet hatte, ist Konstantinopel
durch den Angriff der Türken und Ihrer neuen Wunderwaffen, den
Kanonen, gefallen. (Später wurden sie auf ihrem Durchmarsch nach
Europa vor den Toren Wiens mit Hilfe der Polen und reichlich Glück
aufgehalten)
400 Jahre Sklaverei
Nach ca. 400 Jahren und einigen misslungenen Revolten, wurde der
Freiheitskampf im In- und Ausland so gut es ging vorbereitet und
begann offiziell am 25 März 1821.
Bis ganz Griechenland befreit wurde und etwa die heutigen Grenzen
hatte, dauerte es noch ein gutes Jahrhundert.
griechische Parade am 25 März in den USA
Evangelismos
Am selben Tag, den 25 März wird auch der "Evangelismos"
gefeiert, der Tag an dem Erzengel Gabriel der Mutter Gottes die
frohe Botschaft überreichte. An diesem Tag haben alle Evangelos und
Evangelia Namenstag.

Im Jahre 1940, während der zweite
Weltkrieg auf seinem Höhepunkt war, erhielten die verbündeten der
Deutschen, die Italiener, den Befehl in Griechenland
einzumarschieren.
Da sie von den Albanern freien Durchlass erhielten stellten sie ihre
Truppen dort auf und setzten der damaligen griechischen Diktatur
unter Ioannis Metaxas ein Ultimatum, ihnen die kampflose Übergabe
Griechenlands zu gewähren.
Trotz das Metaxas ein Diktator war, erkannte er den Ernst der Lage
und versammelte Oppositionelle und Kirchliche Vertreter um darüber
zu beraten. Einstimmig wurde der Entschluss gefasst und den
Italienern am 28 Oktober 1940 das "OCHI" (griech. Oxi =
nein) gesagt.
Es folgte ein monatelanger harter Kampf in den verschneiten Bergen
des Pindos Gebirges in der Region Epirus. Schließlich siegten die
Griechen durch selbstlosen Einsatz des ganzen Volkes und trieben die
Italiener wortwörtlich ins Meer.
Natürlich waren die Deutschen unter Hitler gar nicht
froh darüber und griffen später selber an. Auch hier konnten die
geschwächten Griechen 2 Monate Widerstand leisten, mussten sich aber
der modern ausgerüsteten Übermacht der Nazis dann doch geschlagen
geben.
Die Härte des Kampfes gegen die Nazis war in Kreta gut zu erkennen,
wo das Volk erfolgreich mehrere Angriffe abwehrte und dann tausende
deutscher Fallschirmspringer eingesetzt wurden (u.a. Max Schmeling).
Mit allen verfügbaren Mitteln, wie Harken, Schaufeln und Mistgabeln
werten sich Männer, Frauen und Kinder gegen die vom Himmel fallenden
Soldaten, mit erheblichen Verlusten auf beiden Seiten.
Von einigen wird behauptet, dass der griechische
Widerstand die Nazis um Kostbare Zeit brachten, so dass die
Alliierten in Afrika genug Zeit gewannen um sich für den Krieg dort
vor zu bereiten.
Seit April 1967 herrschte in
Griechenland eine Militärdiktatur mit Unterstützung der USA
unter der Führung von Georgios Papadopoulos.
Diese Diktatur verhaftete alle politischen Gegner. Die Demokraten
darunter auch der spätere Ministerpräsident Konstantin Karamanlis
(Onkel des heutigen gleichnamigen Ministerpräsidenten) wurden ins
Exil geschickt. Anhänger der linken Parteien die ja der eigentliche
Grund der Diktatur/Hunta waren, da diese Parteien an Macht
und Einfluss gewannen, wurden gefoltert, getötet oder auf
abgelegenen Inseln inhaftiert oder, wie Mikis Theodorakis,
unter Hausarrest gestellt. Ab
1970 fing die griechische Hunta sich auch in interne Strukturen der
griechischen Studenten in ganz Griechenland, aber hauptsächlich in
Athen einzumischen. So wurden die Studentenwahlen abgeschafft und
statt dessen Hunta Anhänger als Vorsitzende der
Studentenvereinigungen eingesetzt.
Das erste Zeichen des Widerstandes der griechischen Studenten gegen
die Hunta, setzte ein Geologiestudent, der sich im italienischen
Genua selbst anzündete, um zu protestieren und auf das griechische
Militärregime aufmerksam zu machen.
Am 5 Februar 1973 beschlossen die Studenten
der Technischen Universität in Athen dem Unterricht fern zu bleiben.
Am 13 Februar demonstrierten hunderte Studenten auf dem Campus der
Technischen Universität. Die Hunta gab den Befehl dass Polizei und
Militär das Gelände stürmten. Es wurden mehrere Studenten verhaftet
und zwangseingezogen zum Militärdienst, damit das Regime sie im Auge
haben konnte. Am 21 Februar 1973 besetzten mehrere Hundert
Studenten der Athener juristischen Fakultät ihre Universität und
verbarrikadierten sich im Gebäude, um gegen wiederholte Verhaftungen
und den Einzug zum Militärdienst ihrer Kollegen zu protestieren. Sie
schworen auf dem Dach des Gebäudes den Kampf gegen die Hunta und
ihre ungerechten Gesetze nicht aufzugeben. Diesmal verletzte die
Polizei nicht das griechische Universitätsasyl, verprügelte
und verhaftete aber mehrere Studenten die außerhalb des Gebäudes
demonstrierten. Am 14
November 1973 beschlossen die Studenten der Technischen
Universität Athen
(griech. Πολυτεχνείο) vom
Unterricht fern zu bleiben und verbarrikadierten sich auf dem
Universitätsgelände.
Durch den Befehl der griechischen Hunta wurde das Gelände der
Athener Universität durch Panzer, Polizei und Militär umstellt, es
wurde aber nicht eingegriffen.
Ein Elektromechanik Student bastelte in wenigen Stunden einen
Radiosender zusammen. Ab sofort wurde immer wieder gesendet, dass
das Volk und die Studenten einen gemeinsamen Kampf gegen das Regime
führen sollten. Mehrere Studenten sendeten rund um die Uhr die
Parolen gegen das Regime.
Am 17 November um 3 Uhr Nachts gab die Hunta schließlich den
Befehl das Universitätsgelände zu stürmen. Einer der Panzer fuhr
schließlich gegen das massive Gittertor obwohl sich auf ihm mehrere
Studenten befanden, und überrollte einige davon.
Der Student am Radiosender flehte die Soldaten an sie sollen die
Befehle nicht gehorchen und sang schließlich die
griechische Nationalhymne.
Es half aber alles nichts. Polizei und Militär
eröffneten das Feuer gegen die Studenten. Auch Scharfschützen
auf umliegenden Gebäuden schossen gegen die flüchtenden Studenten.
In ganz Athen kam es zu Ausschreitungen die mehrere Tote forderten.
Noch heute ist nicht klar wie viele Leute ums Leben kamen und wie
viele verletzt wurden.
Die Militärdiktatur sprach von identifizierten 23 Toten und 16
unbekannten. Reporter gingen von fast Hundert Toten und mehreren
Hundert Verletzten aus. Seit
dem Fall des Militärregimes ein wenig später, ausgelöst durch diese
Nacht am 17 November in Athen, wird jedes Jahr den Opfern
gedacht. In Schulen und Universitäten werden Veranstaltungen
abgehalten, Kränze niedergelegt und Parolenlieder der Zeit damals
gespielt und gesungen. Diesen Feiertag sind aber Geschäfte und
Behörden offen.
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