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Antike Epidauros Griechenland – Wiege antiker Künste

 

Wer sich noch an seine klassische Ausbildung erinnern kann, dem sind die großen griechischen Tragödien ebenso ein Begriff, wie jedem Arzt der Eid des Hippokrates.
Nun ist in Griechenland beinahe jeder Zentimeter Boden mit Geschichte und Ereignissen verbunden, die bis in unsere Zeit hinein leben und Einfluss auf uns nehmen.
Gerade der Stoff der antiken Tragödien ist erstaunlich zeitlos und hält dem sich so fortschrittlich wähnenden Individuum unbeschadet von den vergangenen Jahrtausenden den Spiegel vor.

Bewunderern des antiken Schauspiels sei Epidauros (griech. Epídavros) wärmstens ans Herz gelegt.
Ohne Übertreibung darf gesagt werden, dass in Epidauros das schönste Freilichttheater der Welt beheimatet ist.
Wem dieser Begriff zu stark erscheint, mag sich auf das schönste antike Theater Griechenlands beschränken.
Erbaut im 3. Jahrhundert v. Chr., bot es etwa 6000 Zuschauern Platz. Bereits im nächsten Jahrhundert wurde das Theater auf das Doppelte erweitert. Schon damals war für die Bequemlichkeit des Publikums gesorgt, da alle Reihen so breit angelegt wurden, dass man die eigenen Füße unter die jeweils vorderen Sitzreihen stellen konnte.
Die vordersten Sitze, die für die bevorzugten Zuschauer bestimmt waren, wurden niedriger gehalten, damit mitgebrachte Kissen für mehr Komfort sorgen konnten. Auch Abflussrinnen für Regenwasser, das in eigens dafür errichtete Kanäle fließen konnte, zeugten von großer Umsicht beim Bau dieses Theaters.

Diese Sehenswürdigkeit ist weiterhin für ihre unvergleichliche Akustik berühmt. Gleichgültig, auf welchem Platz des Theaters man sitzt, so ist ein auf dem Bühnenplatz geflüstertes Wort, zerreißendes Papier oder gar eine zu Boden fallende Münze in aller Deutlichkeit zu hören; eine planerische Leistung, an der sich manche moderne Spielstätte ein Beispiel nehmen könnte.
Auch heute noch finden in diesem Theater im Sommer Festspiele statt, die sich einer großen Besucherzahl erfreuen. Daher ist es ratsam, sich rechtzeitig um ein Hotel und Theaterkarten zu kümmern, damit man dieses Spektakel nicht als Zaungast verfolgen muss.



Eine nicht weniger berühmte Sehenswürdigkeit von Epidauros ist das Asklepios-Heiligtum, das zum Gedenken an den antiken Wunderheiler über seinem Grab errichtet wurde.
Der Sage nach war Asklepios ein Sohn des Apollon und konnte sogar Tote wieder zum Leben erwecken.
Sein Wahrzeichen, die Äskulapschlange, dient heute noch als Symbol des Ärztestandes. Das Asklepios-Heiligtum war in der Antike als Wallfahrtsort das Ziel von vielen Pilgern, die dort ebenso auf eine Wunderheilung hofften, wie das in allen Zeiten und Religionen der Fall ist.

In Epidauros ist der Geist des antiken Hellas mit dem modernen Griechenland harmonisch miteinander verbunden, wodurch es sowohl für Freunde des klassischen Altertums, als auch für Besucher, die Land und Leute entdecken wollen, ein optimales Urlaubsziel darstellt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
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