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Antike Knossos (Kreta)
Knossos liegt im Norden der Insel Kreta, etwa fünf
Kilometer südöstlich von Heraklion entfernt. In der Antike war
Knossos eine der größten und bedeutendsten Städte Kretas. Bereits in
der Jungsteinzeit ließen sich hier Menschen nieder.

Seine größte Bedeutung hatte Knossos während der Zeit der Minoer.
Der griechischen Sage nach ließ König Minos von Knossos nicht nur
einen riesigen Palast erbauen, sondern ebenso ein Labyrinth als
Gefängnis für den Stiermenschen Minotaurus. Die Geschichte sagt,
dass Minotaurus aus einer Verbindung von König Minos Ehefrau
Pasiphäe und einem weißen Stier hervorgegangen ist.
König Minos hielt ihn deshalb nahe seinem Palast in einem Labyrinth
gefangen. Gefüttert wurde er alle neun Jahre mit sieben Jünglingen
und Jungfrauen, die König Minos von den Athenern als Tribut für
seinen verstorbenen Sohn Androgeos einforderte.
Um dem ein Ende zu setzen, mischte sich Prinz Theseus (Thiséas)
unter die Jünglinge. Er wollte das Ungeheuer töten um den
Menschenopfern ein Ende zu bereiten.
Mit Unterstützung von Minos Tochter Ariadne gelang ihm dies. Er
entkam unbemerkt und floh mit Ariadne auf die Insel Naxos.

Der Palast von Knossos ist einer der größten und prunkvollsten, den
die Geschichte kennt. Die riesige Palastanlage wurde zwischen 2100
und 1800 vor Christus auf der ehemaligen Siedlung Knossos erbaut.
Der Palast selbst verfügte über 800 bis 1300 Zimmer, mehrere
Stockwerke und besagtes Labyrinth des Minotaurus.
Leider wurde der Palast immer wieder durch Erdbeben zerstört. Die
Achäer machten ihn um 1400 v. Chr. endgültig dem Erdboden gleich.
Erst 1878 wurde Knossos wieder entdeckt. An den berühmten
Ausgrabungen war auch Heinrich Schliemann beteiligt, der den Ort
schon lange an dieser Stelle vermutete.
In nur drei Jahren wurden mehr als 20.000 Quadratmeter des Palastes
freigelegt. Unzählige Schätze wurden gefunden, kostbare Schätze der
Geschichte in Griechenland.
So fand man riesige Vorratskammern mit Tonkrügen für Tausende Liter
Öl und Wein, Honig und Getreide, legte den ältesten Mosaikfußboden
der Welt frei, entdeckte Bäder und Thermen.
Der Thronsaal mit dem Heiligtum, die Gemächer des Königs mit
Badewanne und fließendem Wasser, die Treppenanlagen, die reich
verzierten Säulen und die überbordenden Fresken in den Räumen wurden
ausgegraben. Vieles wurde rekonstruiert.
Knossos ist mit Worten nicht zu beschreiben. Man muss seine Pracht
mit eigenen Augen gesehen haben. Der Palast von Knossos ist so
einzigartig, dass er zu Recht in jedem Griechenland Urlaub auf Kreta
auf der Liste der Sehenswürdigkeiten ganz oben steht.
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