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Antikes Olympia Griechenland
Olympia – Geburtsort der antiken olympischen Spiele

Das Antike Olympia befindet sich im Flusstal des
Alpheios, im Nordwesten der griechischen Halbinsel Peloponnes.
Eingebettet von Oliven- und Zypressenhainen, entstand hier im 10.
Jahrhundert v.Chr. das, neben Delphi, bedeutendste Heiligtum des
antiken Griechenland. Weltbekannt wurde Olympia als Ausrichtungsort
der Olympischen Spiele der Antike.
Im Jahre 1776 entdeckte der Engländer Chandler die Überreste der
antiken Stätte. Eine französische Expedition startete 1829 mit den
Ausgrabungen und legte Teile des Zeustempels frei. 1875 wurden die
Arbeiten vom deutschen Historiker Ernst Curtius fortgeführt und
dauern bis zum heutigen Tag an.

Die herausragendsten Sehenswürdigkeiten im Antiken Olympia sind die
Altis, der Heilige Hain und Mittelpunkt der Anlage. Bereits in der
Bronzezeit wurde hier von Herakles für den Sohn des phrygischen
Königs Tantalos, Pelops, ein Grabhügel errichtet. Etwa im 1.
Jahrtausend v.Chr. begann man mit der Verehrung der Götter Zeus und
Hera, entsprechende Opferstätten wurden errichtet und die Anlage mit
einer Mauer umschlossen. Im Nordteil der Altis erhebt sich der
Heratempel, um 600 v.Chr. als einer der ersten dorischen
Tempelanlagen in der Geschichte Griechenlands entstanden. Einst
wurden hier die aus den Zweigen des Ölbaumes bestehenden
Siegerkränze der Athleten aufbewahrt. Seit 1936 wird in den Mauern
des Heratempels das Olympische Feuer entzündet. Ein weiteres
dorisches Bauwerk ist der um 450 errichtete Zeustempel. Die in
seinem Inneren aufbewahrte, 430 v.Chr. vom Athener Bildhauer Phidias
gefertigte, Zeusstatue aus Gold und Elfenbein, zählte zu den Sieben
Weltwundern der Antike.

Außerhalb der Altis befinden sich die Wettkampfstätten.
Leichtathletik und Kampfsport wurden in einem, von Säulen gesäumten
Platz, dem Gymnasion trainiert. Die Wettkämpfer übten diese
Disziplinen unbekleidet aus. Ring- und Faustkämpfe wurden auf der
Sandfläche der Palästra ausgetragen. Pferde- und Wagenrennen wurden
im Hippodrom, der größten Sportanlage veranstaltet. Die
Pferderennbahn wurde jedoch noch nicht freigelegt. Das Stadion ist
seit seiner Restauration 1961 der Öffentlichkeit zugänglich und
fasste einst 40 000 Zuschauer. Hier fanden 776 v.Chr. die ersten
Olympischen Spiele der Geschichte statt. Den Stadionlauf, als
einzige Disziplin, gewann Koroibos aus Elis. Von da an war das
Antike Olympia alle vier Jahre im August Schauplatz der Wettkämpfe.
551 fiel die Anlage Überschwemmungen und Erdbeben zum Opfer.
1892 lebte in Frankreich die Idee eines internationalen Sportfestes
im Geiste von Frieden und Völkerverständigung wieder auf. Vier Jahre
später fanden in Athen die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit
statt.
In der Nähe der Sehenswürdigkeiten von Olympia befinden sich
zahlreiche Hotels und Unterkunftsmöglichkeiten. Das archäologische
Museum von Olympia dokumentiert die Geschichte einer der größten
Sehenswürdigkeiten Griechenlands.
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